. . Radbodo am Hoog . .

Die Welt vom Norden aus betrachtet

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Kirchliche Vernebelungsaktionen

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Wir erinnern uns:  es hat in den vergangenen Jahren und Monaten Vorwürfe und Fälle von sexuellem Missbrauch in der Kirche gegeben. Und noch immer sind nicht alle Taten geklärt. “Offensiv” müsse man die Debatte darüber führen, sagt Gothart Magaard, Bischofsbevollmächtigter in Schleswig und Holstein. Was meint er damit? Will er in die Offensive um so weiterzumachen wie seit hunderten von Jahren schon? Sexueller Mißbrauch ist ja nicht erst seit der heutigen Zeit ein Thema:

So fing es unter anderem an. Die geilen Hände der kirchlichen Folterknechte, die sabbernden Mäuler und stupiden Blicke der Inquisitoren nahmen Maß am nackten Fleisch der Opfer. Ist das noch sexueller Mißbrauch, bei dem den Katholiken das erbärmliche Glied in der Kutte brannte, oder schon Folter?

Ja, das gefiel den kirchlichen Perversen. Damals ließ man sich nicht lumpen und erhoffte sich göttlichen Beistand, um recht viele Menschen quälen zu können. bei Heute schaut man sich das blutige Fleisch wohl nicht mehr so offensiv an – oder?! Folter hat sehr wesentlich mit niedriger Gesinnung und geiler Lust zu tun. Die Selbstbefriedigung erfolgt dann wohl im Beichtstuhl.

Dies nennt man Wasserfolter. Gibt es heutzutage auch noch. Waterboarding etc. Man beachte aber auch den scheelen Blick des Sekretärs. Ist das nun sexueller Mißbrauch oder schon mehr? Jedenfalls ist der religiös motivierte Übergriff auf einen Menschen nichts Neues. Und da wollen die Kirchenschwätzer “offensiv” sein? Ich kann mir schon denken, wie sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Und das Kirchenvolk macht eifrig mit. Ist ja auch Gottgefällig…

Übrigens gab es diese Diskussion schon letztes Jahr. Der Focus schrieb:”In einem außergewöhnlichen Schritt sicherte der Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, dem Papst die Solidarität der Gläubigen gegen das „Geschwätz des Augenblicks“ zu.” Und die Welt: “Selbst innerhalb der katholischen Kirche wächst der Unmut über den Umgang mit den Missbrauchsfällen. Aus Rom kommt nun der Ruf nach einer “ernsthaften internen Reinigung“. Getan hat sich nichts.

Ich hoffte, die Empörung der Bevölkerung über die Schweinereien wäre echt. In Ägypten hat Empörung gerade etwas bewirkt. Sogar hier an der Mauer (1989) bewegte sich etwas. Ratzfatz war der Eiserne Vorhang weg. Wäre schön – auch ratzfatz – die kirchlichen Würdenträger und deren Lakaien wegzuhaben. Aber die zu recht empörten Gläubigen? Gehen zur Tagesordnung über und weiterhin in die Kirche…..  :-(

Geschrieben von radbodo am hoog

16. Februar 2011 um 08:36

Zölibat und Mißbrauch

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Ich denke nicht, daß der jetzt an die Medienoberfläche gespülte Kindesmißbrauch der Katholiken viel mit dem Zölibat zu tun hat. Das Problem ist der religiöse Impetus. Göttliche Offenbarung plus Machtanspruch des Klerus haben seit Aufkommen der organisierten Strukturen zu Kriegen, Kämpfen, Rechthabereien, Einschüchterung, Bespitzelung, Überwachung, Anklagen, Verhören, Folter und Ermordung geführt. Sie haben wie selbstverständlich die Grenzen überschritten. Sie haben kaum Achtung und Respekt vor dem Anderen. Und deshalb wird es auch weitergehen. Und man sollte nicht denken, daß es hier nur um die katholische Seite der Religiösen geht. Auch andere Befürworter des Großen Unsichtbaren neigen zur Grenzverletzung.  Sie begründen zumeist ihre absurden und fürchterlichen Maßnahmen mit “Göttlichem Gebot”. Und sie haben den Chef des Universums hinter sich, der auch für die schrecklichsten Dinge gerade steht. Das macht sie stark und unbeugsam. Naja, Hauptsache, die Mißbraucher müssen nicht für ihre Taten gerade stehen…

Geschrieben von radbodo am hoog

14. März 2010 um 19:49

Veröffentlicht in Justiz, Kirche, Religionskritik

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Jesuiten und Sexualität

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Die Mißbrauchsfälle am Canisiuskolleg durch einen Jesuitenpater zeigen mal wieder, was man unter “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst” verstehen kann. Vielleicht wollte der Seelsorger auch nur christlicherweise nach dem Motto helfen:

“Ich reibe dir dein Pimmelchen,

dann kommst du auch ins Himmelchen.”

Hier mangelt es den Katholiken, sei es in Irland oder sonstwo, an angemessener Sexualität. Zum Beispiel wären weiche, reife, runde Frauen einen nette Alternative zu meßgediensteten Kinderpopos. Aber wer sich freiwillig in ein solch priesterliches Zwangssystem begibt, kann nicht mit natürlicher Entfaltung seiner “gott”gegebenen Sinne und Triebe rechnen. Der Papst sollte einfach mal den Zölibat abschaffen…

Frage: warum kommen dererlei Geschichten von sexuellen Übergriffen auf Schutzbefohlene so häufig in katholischen Kreisen vor?!

Nun halte ich es auch für eine ausgewachsene Schweinerei, wenn mittlerweise zu erfahren ist, daß der Provinzialobere und der Jesuitenorden schon seit 1991 Bescheid wußte – auch über St.Blasien – und nichts tat. Verheimlichen. Nicht drüber reden. Vertuschen. Und alles im Namen des Großen Unsichtbaren.

Man muß sich auch vor Augen halten, daß in aller Regel bei Mißbrauch das geschändete Kind allein ist. Keine Hilfe hat. Die Eltern (sofern nicht der männliche Verwandte Täter ist) wollen nichts vom Mißbrauch wisssen; sie glauben, wenn sie etwas darüber erfahren, dem Kind nicht. Sind im schlimmsten Falle selbst zu dummchristlich und gutgläubig – den Priestern gegenüber. Hilflosigkeit und Verletzung, Scham und Angst durchwüten die Kinderseele. Die Welt des Kindes ist schwarz in schwarz. All das übriggebliebene Vertrauen geht den Bach runter.

Und was tut der Katholik? Pater, Pater, du mußt wandern – in diesem Falle nach Südamerika. Übrig bleibt eine Struktur, in der Aufklärung und Wahrheit, Ehre, edle Gesinnung und Haltung kaum eine Chance haben.

Geschrieben von radbodo am hoog

2. Februar 2010 um 15:25

Veröffentlicht in Justiz, Religionskritik

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