. . Radbodo am Hoog . .

Die Welt vom Norden aus betrachtet

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Jesuiten und Sexualität

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Die Mißbrauchsfälle am Canisiuskolleg durch einen Jesuitenpater zeigen mal wieder, was man unter “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst” verstehen kann. Vielleicht wollte der Seelsorger auch nur christlicherweise nach dem Motto helfen:

“Ich reibe dir dein Pimmelchen,

dann kommst du auch ins Himmelchen.”

Hier mangelt es den Katholiken, sei es in Irland oder sonstwo, an angemessener Sexualität. Zum Beispiel wären weiche, reife, runde Frauen einen nette Alternative zu meßgediensteten Kinderpopos. Aber wer sich freiwillig in ein solch priesterliches Zwangssystem begibt, kann nicht mit natürlicher Entfaltung seiner “gott”gegebenen Sinne und Triebe rechnen. Der Papst sollte einfach mal den Zölibat abschaffen…

Frage: warum kommen dererlei Geschichten von sexuellen Übergriffen auf Schutzbefohlene so häufig in katholischen Kreisen vor?!

Nun halte ich es auch für eine ausgewachsene Schweinerei, wenn mittlerweise zu erfahren ist, daß der Provinzialobere und der Jesuitenorden schon seit 1991 Bescheid wußte – auch über St.Blasien – und nichts tat. Verheimlichen. Nicht drüber reden. Vertuschen. Und alles im Namen des Großen Unsichtbaren.

Man muß sich auch vor Augen halten, daß in aller Regel bei Mißbrauch das geschändete Kind allein ist. Keine Hilfe hat. Die Eltern (sofern nicht der männliche Verwandte Täter ist) wollen nichts vom Mißbrauch wisssen; sie glauben, wenn sie etwas darüber erfahren, dem Kind nicht. Sind im schlimmsten Falle selbst zu dummchristlich und gutgläubig – den Priestern gegenüber. Hilflosigkeit und Verletzung, Scham und Angst durchwüten die Kinderseele. Die Welt des Kindes ist schwarz in schwarz. All das übriggebliebene Vertrauen geht den Bach runter.

Und was tut der Katholik? Pater, Pater, du mußt wandern – in diesem Falle nach Südamerika. Übrig bleibt eine Struktur, in der Aufklärung und Wahrheit, Ehre, edle Gesinnung und Haltung kaum eine Chance haben.

Geschrieben von radbodo am hoog

2. Februar 2010 um 15:25

Veröffentlicht in Justiz, Religionskritik

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