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Bischöfin Jepsen & der Muezzin

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Diese Tage las ich in der Zeitung, daß sich die Bischöfin Maria Jepsen vorstellen könnte, der Muezzin könne durchaus in Hamburg rufen (ebenso in Rendsburg).

Der Gebetsruf des Muezzin lautet im sunnitischen Islam wie folgt:

Allahu akbar – Allah ist der Größte;

Ashhadu an la ilaha illa llah – Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt;

Ashhadu anna Muhammad rasulu llah – Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist;

Frau Bischöfin Jepsen hat als Christin sicher einen anderen Standpunkt. Einen anderen Auftrag. Sie kann doch nicht einfach ihren Glauben relativieren und ihn dem Sinne nach für beliebig und austauschbar zu erklären? Das wäre ja so, als würde Mercedes sagen: “Ihr könnt auch Opel kaufen. Ist sowieso egal…”

Im religiösen Kontext hat “Islam” die Bedeutung von Hingabe in den Willen Gottes und Unterwerfung (Gehorsam). Wie kommt man eigentlich dazu, zu akzeptieren, daß öffentlich Unterwerfung unter einen Glauben gefordert werden darf? Und wozu soll man einer unsichtbaren Entität gehorchen?! Naja, auch die Bischöfin hat es ja mit den Unsichtbaren, aber offensichtlich ist sie da etwas lockerer. Also: Unterwerfung muß überprüft werden (Domenica läßt grüßen ;-) ). Kann nicht grundlos eingefordert werden. Wer sich in der Geschichte der Menschheit all diejenigen anschaut, die Gehorsam und Unterwerfung forderten und deren Methoden prüft, kommt sicher zu dem Ergebnis: so nicht! Der Mensch ist geboren um frei zu sein – und selbstverständlich auch dazu, frei die Dummheit und Versklavung zu wählen, wenn sie ihm süß erscheint. Leider.

Geschrieben von radbodo am hoog

8. Januar 2010 um 09:12

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