Abstruses Ehrenwort
Ein Freiherr und seine Vergangenheit: Ich lese im Duden: abstrus abwegig, chaotisch, dunkel, irrig, ungeordnet, unklar, unverständlich, verworren, wirr; (bildungsspr.): diffus; (abwertend): kraus. Das war es, was der Freiherr den fragenden Menschen vorwarf. Und die Vorwürfe 3 Tage später revidierte. Ging ja schnell!
Ich hörte, daß der Freiherr der Universität Bayreuth sein EHRENWORT gab. Dunkel und verworren erscheint es mir jetzt. Unklar, wie er. Irrig. Abwegig.
Er hat etwas Fremdes für etwas Eigenes ausgegeben. Und viele Menschen lassen es ihm durchgehen. Ehrlichkeit ist ihnen zu suspekt. Sie beargwöhnen den aufrechten Menschen, der noch ein gewisses Ehrgefühl hat. Im Buch “Manieren” des Herrn Asserate fand ich den Satz: “So etwas tut man nicht.” Einfach. Klar. Nichts zu deuteln.
Frage: was ist ihm ein Ehrenwort wert. Oder seiner Gesellschaft wert? Oder seinen Fans wert ?
Würde ich von ihm einen Gebrauchtwagen kaufen? Nein.
Der Kanzler der Universität Bayreuth nimmt den Vorgang natürlich ernst und hat einen Text über die “Regeln zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten” auf die Website der Uni setzen lassen. Schon der Anfang ist rhetorisch beeindruckend: “Wissenschaft äußert sich in Forschung und Lehre. Auch wenn sich Wissenschaft einer Definition wesensgemäß entzieht, so läßt sich mit dem Bundesverfassungsgericht doch wissenschaftliche Tätigkeit als alles das beschreiben, was nach Inhalt und Form als ernsthafter planungsmäßiger Versuch zur Ermittlung der Wahrheit anzusehen ist.”
Abgesehen davon fand ich bei Telepolis heise.de einen ziemlich guten Artikel mit einer überzeugenden Erklärung, warum unser Kriegsminister zurücktreten sollte:“Das Spektakel um Guttenberg verweist auf eine skandalöse Gleichgültigkeit der Medien.”





